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Valoori- Die Schwelle der Zeit

Valoori

Die Schwelle der Zeit (Teil 1)

Der Moment, in dem Luna das leuchtende Tor berührte, war kein Moment im üblichen Sinn.

Sie sah die Zeit. Und:

Die Zeit streckte sich scheinbar, wurde flüssig – wie ein Tropfen Licht, der sich langsam in die Unendlichkeit ergoss.

Ein Summen begann. Nicht laut, eher wie das Echo eines vergessenen Liedes, das sich in ihre Gedanken webte.

Die Stufen unter ihren Pfoten vibrierten sanft, als ob sie atmeten.

Dann – Stille.

Ein Wind ohne Richtung streifte ihr Fell. Und das Tor öffnete sich. Aber nicht nach vorne.

Sondern nach innen. Luna fiel nicht, sie driftete.

Sie fiel in eine Erinnerung, die sie lange mit sich trug. Es war an ihre Erdenfreunde. Sie erinnerte sich an ihre Worte "Reise weiter zur Wahrheit".

Als sie wieder zu Bewusstsein kam, war alles verändert.

Der Himmel war grau wie Perlmutt. Die Sterne hingen tiefer, riesig und langsam pulsierend wie schlafende Herzen.

Und vor ihr: Eine Stadt aus hellem Stein, der in Farben glitzerte, die selbst auf Valoorie keinen Namen hatten.

Schwebende Türme, überzogen mit leuchtenden Schriften. Wasserläufe, die aufwärts flossen.

Und zwischen all dem: Wesen – hochgewachsen, schimmernd, und so weise, dass selbst ihre Schatten Geschichten erzählten.

Eines dieser Wesen trat auf Luna zu. Seine Stimme war nicht hörbar – sie war spürbar. Wie warmer Nebel.

Wie die erste Idee nach dem Aufwachen.

„Du hast den Weg gefunden. Aber du verstehst noch nicht, warum du ihn gehst.“

Luna blickte auf ihre Pfoten. Eine von ihnen war nicht mehr ganz die ihre.

Sie war durchzogen von einem zarten, blauen Licht.

Das Wesen lächelte sanft.

„Dein Fokus hat dich geführt. Nun darfst du lernen, ihn zu stärken.“

Und plötzlich sah sie es – über der Stadt, durch die Wolken, am Himmel:

Ein Portal!

Unendlich weit weg? Nein, Luna ließ sich nicht aufhalten und lief voller Freude und Mut auf das Portal zu.

Doch wo war ihr kleiner blauer Freund? fragte sie sich.

Das Portal zog Luna an. Sie wollte auf keinen Fall ohne Zauberquant weiter reisen.

"Zauberquant wo bist du?" rief Luna besorgt als sie in den starken Sog des Portals gezogen wurde.

Auf keinen Fall wollte sie ihren lieben Freund alleine lassen...

Sie versuchte, sich gegen den Sog zu stämmen. Mit all ihrer Kraft suchte sie nach Zauberquant.

Sie kam dem Portal näher und näher. Schließlich driftete sie hindurch. Luna war ein wenig benommen,

aber Zauberquant vergaß sie nicht. Sie rief hoffnungsvoll nach ihrem Begleiter. Immer wieder, wo war er nur?

Traurig setzte sich Luna auf das weiche Moss und schnaufte.

Die Tränen waren nah. Würde sie ihn je wieder sehen?

„Dein Weg beginnt. “
– Zauberquant, leuchtendflüsternd
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