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Zauberquant®

Stories

Luna – Mein Zuhause auf der Erde

Valoorie

7 Die Konstante

Luna betritt das Spiegel‑System – eine Welt, die aussieht, als hätte jemand die Wirklichkeit in glänzende Kacheln geschnitten. Böden gleiten, Wände antworten, und sogar ihr Schatten hat plötzlich eigene Ideen. „Sieht aus wie ein Raum, der mich kopieren will“, murmelt sie. „Kopieren ist leicht,“ flüstert Zauberquant, „echt sein ist Kunst.“

Zuerst versucht Luna, die Spiegel auszutricksen: links antäuschen, rechts sprinten. Doch die Wege schieben sich mit und tun so, als wären sie schneller. Dann tauchen urplötzlich Gestalten auf – Echo‑Läufer –, die jede ihrer Bewegungen nachmachen, nur minimal verzögert. „Hallo?“ sagt Luna. „Hallo,“ sagen sie zurück. „Ich bin Luna.“ – „Ich bin Luna.“ – „Nein, ich bin die echte.“ – „Nein, ich bin …“ Luna muss lachen. „Okay, ihr seid witzig, aber ihr seid nicht ich.“

Sie bleibt stehen. Still. Kein Wettrennen, kein Trick. Die Echo‑Läufer stolpern über Luns´s Nichts‑Tun und kleben sich wie ein Atem an einer Fensterscheibe. „Spiegel verlieren gegen Herzen, die wissen, wer sie sind,“ summt Zauberquant, und sein Licht schnippt wie ein kleiner, blauer flimmernder Tipp am Rand der Welt.

Luna legt eine Pfote an die Brust. Da. Schlag. Noch einer. Ihr Atem wird jedoch ruhig: Viermal zählen und einatmen, sechs mal zählen und ausatmen. „Wenn sich alles anpasst,“ denkt sie, „was bleibt dann gleich und was nicht? Was ist wirklich echt ?“ Sie flüstert: „Mein Fokus. Meine Absicht.“ Das Wort Konstante fühlt sich an wie ein leuchtender Schlüssel in der Tasche.

Der Korridor teilt sich auf einmal. Vor Luna warten drei Türen: Schneller - jetzt, Lauter - immer, gleichmäßig - aber nicht gleichzeitig. Über der „Lauter“-Tür blinkt ein grelles Schild: „Bitte nicht schreien.“ Das Schild schreit. Luna grinst. „Netter Versuch.“ Sie stellt sich vor die dritte Tür. „Wenn ich ich konstant bleibe … dann ist gleichmäßig - aber nicht gleichzeitig mein Weg.“

Diese Tür verlangt jedoch einen Schlüssel – keine Karte, kein Code, sondern eine Idee: „Sprich ein Wort, das im Spiegel nicht kippt.“ Luna denkt intensiv nach. Sie steht gerade und aufrecht. Irgendwas, das sich selbst treu bleibt. In ihrem Kopf hüpfen Beispiele herum, wie kleine Steine über Wasser: vielleicht ein Name, vielleicht ein Level. Zauberquant glüht ermunternd. „Nicht lauter, nicht schneller,“ haucht er. „Nur klarer.“

Luna lacht leise. „Ich bin Luna – nicht Luna.exe. Kein Echo-Wesen kann mich programmieren. Sie erhalten überhaupt keinen Zugriff auf mich“. Und genau in dieser Idee liegt die Ruhe, die sie braucht: Kein System gewinnt gegen jemanden, der seinen Kern kennt, der einen starken Fokus hat. Die Zeit vergeht. Anschließend ist das Protal von Luna`s Fokus überzeugt. Sie ist nicht programmierbar. Luna darf hindurch treten. Ehrfürchtig, mutig und voller Respekt betritt Luna die Pforte. Was wohl als nächstes kommt? Und ob sich ihr geheimer Wunsch irgendwann erfüllt, fragte sie sich. Mit guter Laune begann sie inzwischen zu schweben. Gemeinsam mit Zauberquant flog sie jetzt ganz locker und glücklich durch das große Portal hindurch.Sie lachten und drehten sich in der Schwerelosigkeit. Was für ein geniales Gefühl, einfach nur ich selbst zu sein - freute sich Luna.

„Halte deinen Kern. Der Rest sortiert sich.““
– Zauberquant, leuchtendflüsternd
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